Historisches
1869 wurde die Bahnlinie von Oldenburg nach Leer gebaut. Sie führte über Zwischenahn - Ocholt - Apen - nicht aber über Westerstede. Die Westersteder Bürger waren zornig und gründeten kurzerhand die "Ocholter-Westersteder Eisenbahngesellschaft", die im Jahre 1876 für den Bau einer privaten Schmalspurbahn von Ocholt nach Westerstede sorgte.

Auf die Dauer war die sekundäre Bahn mit ihren sieben Kilometern Streckenlänge als Stichbahn doch zu kurz, um ein höheres Verkehrsaufkommen zu gewährleiten. Die "Großherzogliche Oldenburgische Eisenbahn" (GOE) übernahm daher 1904 die Strecke, baute sie auf Normalspur um und führte sie bis Grabstede, wo eine von Ellenserdamm kommende Stichbahn endete.

Im Jahre 1906 errichtete dann die GOE den Westersteder Bahnhof als Empfangsgebäude und Bahnhofsgaststätte. Nachdem das Bauwerk im Laufe der Jahrzehnte gute und schlechte Zeiten erlebt hatte, bot die Bundesbahn es Anfang der 80er Jahre zum Verkauf an. Um einen drohenden Abriß des heute unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes zu verhindern, gründeten nun Westersteder Bürger den "Bahnhofsverein - Freunde des Bahnhofs Westerstede e.V.". Nachdem dann ein Westersteder Unternehmer das Bauwerk erworben hatte, gelang es, gemeinsam mit dem "Bahnhofsverein" ein Nutzungskonzept für den Bahnhof, der als Baudenkmal bis ins Detail restauriert wurde, zu entwickeln.

Die ehemalige Bahnhofsgaststätte - als "SIGNAL" im Hauptbahnhof Westerstede - will als zünftige Kneipe und traditionsreiches Restaurant seinen Gästen eine vielseitige Küche anbieten, wobei es an einer regionalen Speisekarte nicht fehlen soll. Beim Jazzfrühschoppen, Caféhausmusik oder auch diskreten Pianoklängen wird auch die reichhaltige Getränkekarte für einen unterhaltsamen Aufenthalt sorgen.